Die Zukunft ist schon fast Gegenwart: smarte Kleidung revolutioniert den Alltag

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Mit Wearables und smarter Kleidung, dem neuen Hightech-Trend, sind innovative Geräte und Textilien im Begriff, unsere Alltag nachhaltig zu verändern. Die in ihnen befindlichen Sensoren und intelligenten Reaktionssysteme können nicht nur den Tragekomfort erhöhen, sondern auch beim Training hilfreiche Unterstützung bieten und durch eine engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen Gesundheitsgefahren frühzeitig erkennen.

Funktionskleidung auf höchstem Niveau

Bereits heute machen es hochentwickelte Funktionsmaterialien möglich, die Kleidung an bestimmte Tätigkeiten oder Witterungsbedingungen optimal anzupassen. So ist beispielsweise Sportbekleidung erhältlich, die gleichzeitig atmungsaktiv und wasserabweisend ist. Leitfähige Garne ermöglichen es zudem, LEDS zu versorgen und so für bessere Sichtbarkeit in der Nacht zu sorgen, erklären die Mobile-Experten von eteleon. Die derzeit in der Entwicklung befindlichen Produkte gehen aber noch einen Schritt weiter: Eingebaute Sensoren sollen den Pulsschlag, den Blutdruck, den Kalorienverbrauch und ähnliche Daten messen und an mitgeführte Android-Handys oder direkt an den Arzt oder ein Trainingsprogramm weiterleiten. So können die Trainingseinheiten kontrolliert, zeitnah ausgewertet und langfristig optimiert werden.

Sicherheit durch Wearables

Besonders interessant sind die bald erhältlichen Wearables und intelligenten Kleidungsstücke für besonders gefährdete Personen. GPS-Sender, die in Armbänder oder die Kleidung eingearbeitet sind, können den Eltern die Sicherheit vermitteln, ihre Kinder jederzeit orten zu können. Diese Funktion ist auch bei älteren und vielleicht bereits dementen Menschen nützlich. Senioren profitieren zudem von der Messung ihrer Vitalfunktionen, denn diese kann mit einem automatischen Alarm verbunden werden, wenn sich auffällige Werte zeigen. Intelligente Socken sollen sogar bald dazu in der Lage sein, Stürze zu verhindern. Die in ihnen verarbeitete Sensoren sollen eine mobile Ganganalyse ermöglichen. Sobald die Bewegungsabläufe einen Sturz ankündigen, sollen sie ein akustisches Signal geben. Diese und ähnliche Produkte würde es älteren, gesundheitlich eingeschränkten Menschen ermöglichen, länger ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu führen.

Praktische Helfer oder unkontrollierte Datensammlung?

Trotz aller Vorteile der intelligenten Funktionskleidung sehen viele diese Entwicklung auch kritisch. Es wird befürchtet, dass jemand, der sich auf die ständige anwesenden Sensoren verlässt, verlernt, die eigene Gesundheit und unbekannte Situationen realistisch einzuschätzen, und sich deshalb leichtfertig in Gefahr bringt. Außerdem werden Wearables große Mengen an eigentlich sensiblen Daten zur Gesundheit und den zurückgelegten Wegen gesammelt. Ein Missbrauch dieser Daten kann nach dem gegenwärtigen Stand nicht ausgeschlossen werden.

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