Dem Haarausfall entgegenwirken

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Grundsätzlich erfreut sich jeder Erwachsene über 100.000 Haare auf dem Kopf. Besonders Männer aber auch immer mehr Frauen klagen in Deutschland über Haarausfall, meist mit zunehmendem Alter. Doch Haarausfall ist schon lange kein Schicksal mehr, mit dem sich Mann und auch Frau abfinden müssen. Um diesem ungeliebten Phänomen entgegen wirken zu können, muss aber auch gewusst werden, wie dieses eigentlich zustande kommt. In weiterer Folge können verschiedene Mittelchen und Therapiemaßnahmen eingesetzt werden um der vielleicht schon etwas kahlen Behaarung wieder etwas Leben einzuhauchen.

Anlagebedingter Haarausfall und weitere Faktoren

Der erblich bedingte Haarausfall, in der Fachsprache androgenetische Alopezie genannt, ist eigentlich eine normale Begleiterscheinung des Alterns. Etwa 80 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen sind hiervon betroffen.
Doch auch viele weitere Faktoren können die Haarpracht negativ beeinflussen. In etwa führt das vermehrte Tragen von engen Mützen und Hüten über längere Zeit hinweg zu einem Druck auf die Haare und somit auch auf die Haarwurzel. Der Druck sorgt für die Verkürzung und Ausdünnung der Haare, auch unter Traktionsalopezie bekannt. Aber auch das Hochstecken, flechten von Zöpfen oder alle anderen Frisuren welchen zusätzlichen Zug auf die Haarwurzel ausüben machen sich in der Regel negativ bemerkbar. Der aktuelle Frisur-Trend entwickelt sich zudem erst in diese Richtung, Langzeitfolgend sind also noch schwer abzuschätzen.
Ebenso wird die Standkraft der Haarbracht durch Rauchen stark beeinfluss. Neben erblichen, hormonellen und organischen Ursachen, ist auch die Ernährung ein durchaus ein wichtiger Faktor. Es ist deshalb ratsam, vor der Behandlung die genaue Ursache für den Haarausfall herauszufinden.

Hilfsmittel

Generell sollte bei der Wahl des richtigen Mittels die eigenen individuellen Bedürfnisse im Vordergrund stehen. Wird der Haarausfall bemerkt, so kommen oft zunächst Spezialpflegen gegen Haarausfall zum Einsatz. Der Wirkstoff Thiocyanat sorgt hierbei für eine Stärkung der Haarwurzel und vermindert wachstumsstörende Einflüsse.
Besonders bei erblich bedingtem Haarausfall wird oft eine medikamentöse Behandlung in Aussicht gestellt. Hierfür wird der Wirkstoff Minoxidil verwendet. Der Haarausfall wird hierdurch gehemmt und das Wachstum gefördert. Bei Frauen könnte aber auch die Antibabypille eingesetzt werden, da diese den Hormonhaushalt positiv beeinflusst.

Im absoluten Härtefall

Falls oben genannte Mittel keine Wirkung erzielen können, so bleibt den Meisten nur noch der Griff zur Perücke. Diese können mittlerweile so echt hergestellt werden, dass die Perücke nur in seltenen Fällen als unecht enttarnt werden. Dies liegt unter anderem an der Verwendung von echtem Menschenhaar. Noch echter und natürlich auch dementsprechend teurer fällt die Haartransplantation aus. Mit einer Transplantation wird in der Regel aber nur partieller Haarausfall bekämpft.

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